Die Welt der Fenster

Einbruchschutz bei Fenster und Türen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Fenster und Türen gegen unbefugten Zutritt von Außen zu sichern. Die Passgenauigkeit der Fenster- und Türrahmen und der fachgerechte Einbau sind hier wichtig und zweckdienlich. Bei der Montage sollte das jeweilige Bauteil fehlerfrei passen und die Verankerung in der Wand professionell ausgeführt werden, um den Einbruchschutz bei Fenster und Türen zu gewährleisten. Die verbleibende Fuge zwischen Fenster- oder Türrahmen muss so verarbeitet werden, dass kein Einbruchswerkzeug angesetzt werden kann.  Zu den Einbruchswerkzeugen gehören neben dem Kuhfuß auch Schraubendreher und Schlagaxt sowie Zangen, Kellen, genauso wie Akkuschrauber und Sägewerkzeug. Es gibt Firmen wie etwa die Schnee GmbH & Co. KG, die auf Einbruchschutz spezialisiert sind.

Materialauswahl, Beschläge und Sicherheitsschlösser 

Einbruchschutz bei Fenster und Türen beinhaltet stabile Materialauswahl der Fenster- und Türrahmen. Hartholz wie zum Beispiel Eiche oder Teak. Oder mehrlagige Plattenwerkstoffe, die mit Anleimern versehen werden.  Scharniere sollten an mindestens 3 Stellen angebracht werden. Oben, unten und mittig in Schlosshöhe.  Bandsicherungen bilden eine Verbindung zwischen Rahmen und Türblatt oder Fensterflügel und können so das Aushebeln verhindern oder zumindest schwieriger gestalten.  Türblätter aus einem stabilen Vollholzrahmen werden mit biege steifen Metallstabilisatoren ausgestattet und sind so resistent gegen den Einsatz von körperlicher Gewalt, wie Gegentreten oder Gegenspringen.  Einbruch hemmende Schlösser haben einen Profilzylinder mit Bohrschutz. Ein Aufbohren des Schlosses kann so nicht ausgeführt werden. Die zugehörigen Schließbleche werden mehrfach verankert eingebaut. Der Schutzbeschlag wird über den Profilzylinder gesetzt. Auch erhältlich sind kleinformatige Türrosetten, meistens rund, deren Seiten abgeschrägt sind, sodass kein Werkzeug angesetzt werden kann.  Profilzylinder und Sicherheitsschlüssel gibt es auch in unterschiedlichen Widerstandsklassen, die entsprechend von den zertifizierten Herstellern getestet wurden.  Bei den Sicherheitsstandards für Fenster sind Pilzkopfverriegelungen gängig. Der pilzförmig, sich nach oben verdickende Zapfen der Fensterverriegelung am Fensterflügel haken in das an der Rahmenseite angebrachte Schließteil und fungieren so als Schließmechanismus und Bandsicherung.  Verbundsicherheitsverglasung oder Panzerverglasung können den Einbruchschutz weiter vervollständigen. Glasbruchmelder ergänzen eine elektrische Alarmanlage und können im entsprechenden Fall die Information über einen Glasbruch weiterleiten.  Eine kostengünstigere und gute Nachrüst-Variante stellt die Sicherheitsfolie mit Montage an der Fensterinnenseite dar.   

Sicherheitsfolie 

Aufgrund der Hochrüstung von Scharnieren und Bandsicherungen und deren Einbau, verzeichnet die Einbruchsstatistik einen Anstieg von Scheibendurchbrüchen bei Fenstern und Türfüllungen aus Glas. Vor allem betroffen, Fenster- und Türelemente im Erdgeschoss. Zusätzlichen Schutz bietet hier eine hoch transparente Einbruchschutzfolie. Die Sicherheitsfolie wird von innen an die Glasfüllung der Terrassentür oder auch der Fensterscheiben montiert. Die transparente Schutzfolie ist durchwurfshemmend. Die Glasscheibe springt zwar, aber bricht nicht entzwei.  Die Einbruchschutzfolie empfiehlt sich für leicht zugängliche Fenster, Terrassentüren oder Türfüllungen aus Glas. Die Folie gibt es in unterschiedlichen Widerstandsklassen. Im Prüfverfahren wird die Folie mit einer 4.11kg schweren Metallkugel von 10cm Durchmesser aus unterschiedlichen Höhen fallend belastet.